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Burnout

Wir leben in einer Gesellschaft, die nach einem ständigen 'Mehr' verlangt: mehr Leistung, mehr Engagement, mehr Einsatz, ect. Unser Berufsalltag und Lebenstempo haben sich enorm verändert. Die Leistungskonkurrenz hat sich verschärft, aber auch die eigenen Erwartungen sind gestiegen. Wir sind mobil, flexibel und überall erreichbar.

Für die meisten von uns nimmt die berufliche Tätigkeit einen wichtigen Stellenwert im Leben ein; doch Arbeit darf nicht krank machen: wer von Burnout betroffen ist, hat keine Energie mehr in sich, fühlt sich ausgelaugt und erschöpft.
Bis dahin ist es jedoch ein schleichender Prozess, denn Betroffene engagieren sich erst extrem für ihre Arbeit, verausgaben sich dann völlig und verlieren nicht nur ihre Begeisterung und ihr Interesse an ihren Aufgaben, sondern fühlen sich insgesamt leer und ausgebrannt. Irgendwann wachsen einem die Dinge über den Kopf, die Selbstzweifel ufern aus, man isoliert sich, fühlt sich überfordert und hilflos. Im schlimmsten Fall kann es bis zum körperlichen Zusammenbruch und zur Depression führen.

Burnout-Symptome können sein:
körperliche Anzeichen:
Schlafstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit, Zyklusstörungen, Muskelschmerzen und -beschwerden, chronische Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Herzrasen;
psychische Anzeichen:
Ängstlichkeit / Angstzustände, vermindertes Selbstwertgefühl, Perspektivenlosigkeit, Zynismus, Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit, erhöhter Konsum von Alkohol, Aufputschmittel bzw. anderen Substanzen;

Therapie:
Da die Entwicklung des Burnout immer eine persönliche Reaktion auf die Anforderungen am Arbeitsplatz ist und somit die Ansatzpunkte für eine Behandlung von Fall zu Fall verschieden sind, orientiert sich die Therapie jeweils an der individuellen Situation und Bedürfnissen eines Patienten.
Ein besonderer Stellenwert bei der Burnout-Behandlung kommt der Verhaltenstherapie zu, wobei die Konflikt- und Stressbewältigung zum Ziel hat, eigene Verhaltensweisen, die zur Überlastung und Überforderung beigetragen haben, zu verändern. Betroffene lernen, die negativen Gedankenmuster durch positive zu ersetzen und somit das eigene Selbstbewusstsein zu stärken, Gefühle deutlicher wahrzunehmen und auszudrücken und sich mit Selbstverantwortung und Eigenwahrnehmung gegen Druck von außen besser zu behaupten.

Sprechen Sie offen über Ihr Befinden und entschließen Sie sich zu einer Therapie
Sollten Sie vom Burnout betroffen sein, ziehen Sie sich nicht zurück, verdrängen Sie Ihre Problematik nicht, um Ihre Ressourcen nicht noch weiter ausbrennen zu lassen. Auch wenn es anfangs viel Überwindung und Kraft kostet, den 'Tunnelblick' für die eigene Situation zu öffnen, teilen Sie Ihrer Umgebung mit, wie Sie sich fühlen und machen Sie eine Therapie.
Wenn Sie daran interessiert sind, etwas mehr über Ihr Risiko für eine Burnout-Erkrankung zu erfahren, beantworten Sie die nachstehenden 'Fragen zum Burnout'.
Je nach Ergebnis, nehmen Sie die Selbstbeurteilung mit zu meiner Sprechstunde. Der weitere psychopathologische Befund hilft abzuklären, ob und um welche Form einer Burnout-Erkrankung es sich handelt und welche Therapiemaßnahmen notwendig sind.

Fragen zum Burnout
Entscheiden Sie bei jeder Feststellung, ob die Aussage für Sie zutrifft oder nicht:

• Alles wird mir zu viel
• Ich werde schnell müde und bin kaum noch belastbar
• Oft fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren
• Ich fühle mich gedrückt und resigniert
• Ich fühle mich innerlich leer und ausgelaugt
• kreative Ideen und Veränderungsvorschläge fehlen mir
• Ich traue mir nichts mehr zu, es fehlt mir die Hoffnung, dass sich etwas ändern lässt
• häufig denke ich, doch nichts bewirken zu können
• Ich kann mich zu nichts Neuem aufraffen
• Häufig frage ich mich, was das alles noch für einen Sinn hat, oder, ob das schon alles im Leben gewesen sein sollte
• Oft bin ich gereizt und innerlich angespannt
• Vernachlässigung von Freundeskreis, Hobby, äußerem Erscheinungsbild
• Ich habe nur noch wenig Freude an dem, was ich mache
• Schlafstörungen: morgens wache ich 'wie gerädert' auf?
• Körperliche Symptomatik: Heißhungerattacken, Magen- /Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Nachlassen der sexuellen Aktivität
• Suchtverhalten: In letzter Zeit greife ich häufiger zu Alkohol/Aufputschmittel, um mich zu entspannen

 

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